Ó Rainer Mahr
Migräne und Bioenergetik
Bei der psychotherapeutischen Arbeit mit Migränepatienten habe ich in den letzten Jahren
einige Erfahrungen gemacht, die mir für die Behandlung der Migräne, vor allem mit bioenergetischen Konzepten und für das psycho-dynamische Verständnis von psychsomatischen Krankheiten
überhaupt wichtig erscheinen. Deshalb möchte ich sie gerne mitteilen und mit meinen Kollegen diskutieren. Dies will ich mit der Darstellung eines Behandlungsverlaufs versuchen,
in dem die mir wichtigen Dinge besonders deutlich erscheinen.
1. Zur Lebensgeschichte der Klientin
Die Klientin ist Mitte 50 und leidet seit ca. 15 Jahren unter Migräne. Ihren ersten Anfall hatte
sie unmittelbar nach ihrer Scheidung. Der Scheidung war ein sogenannter Nervenzusammenbruch vorausgegangen mit psychiatrisch psychotherapeutischem Klinikaufenthalt. Nach der
Geburt ihrer Tochter hat sie sich sehr bald durch Kind und Berufstätigkeit überfordert gefühlt, wurde massiv depressiv und auf die Hilfe durch den Mann angewiesen. Diese Hilfe
konnte er aber nicht in adäquater Weise leisten. Auf die Krankheit der Frau reagiert er mit Ehebruch und es kommt zu einer Krise und Trennung.
Die Klientin lebt seitdem ohne Mann mit ihrer 19jährigen Tochter zusammen. Nach der Scheidung lebte
ihre Mutter noch viele, Jahre in diesem Haushalt. .Sie trennte sich schließlich von ihr, weil die Schwierigkeiten zwischen ihnen zu groß geworden sind. Vor einem halben Jahr
starb sie dann im Altersheim. Der Vater ist schon seit vielen Jahren tot.
Die Mutter der Klientin wird als eine Frau beschrieben, die mit ihrem Leben und ihrem Mann
sehr unzufrieden war. "Lege dir keine Kinder, zu ", "Die Männer sind schlecht", "Heirate bloß nicht", hört die Klientin von ihrer Mutter bis ins hohe
Alter.
Den Vater erlebt die Klientin als schwachen und prüden Mann. Sie berichtet immer wieder von
unzähligen Erinnerungen, über ihre Sehnsucht nach dem Vater mit den entsprechend massiv folgenden Enttäuschungen. Als erwachsene Frau war die Beziehung zu ihm enger und
vertrauter. Lange Zeit arbeiteten sie in der gleichen Firma. Ursprünglich war die Klientin Lehrerin, arbeitete dann aber immer als ehrgeizige und erfolgreiche Sekretärin.
Ihre Männer sind meist sehr viel älter und verheiratet. Vor allem in einer siebenjährigen
Beziehung lebt sie immer in Abwartehaltung und muß diese Beziehung geheimhalten. Sexuelle Kontakte hat sie nach der Scheidung überhaupt nicht mehr.
2. Zur bisherigen Behandlung der Migräne
Die Migräne der Klientin wird seit ihrem Auftreten bis heute kontinuierlich medizinisch behandelt:
Die Schmerztabletten, meist in Zäpfchenform, die ihr verordnet werden, führen zeitweise zum starken Medikamentenmißbrauch, indem sie vier statt einem Zäpfchen pro Tag nimmt.
Dadurch verursacht sie die Häufung von Migräneanfällen.
Im Anfangsstadium bekommt sie immer wieder Infusionsbehandlungen, um die Verkramdfungen zu
lösen, oder mit dem gleichen Ziel wird ihr Gesicht "abgespritzt". Eine Zeitlang bekommt sie autogenes Training und psychotherapeutische Gespräche ohne nennenswerten
Erfolg. Die Klientin ist vor allem von dem Therapeuten enttäuscht, der in ihren Sitzungen immer wieder einschläft. Schließlich wird ihr die Entfernung der Gebärmutter, inklusive
Eierstöcken, angeraten, weil die Hormonbilanzschwankungen als möglicher Faktor für die Migräne ausgeschaltet werden sollen.
3. Zur Charakterstruktur
Bei dieser Klientin handelt es sich um eine Frau mit einer oralen Charakterstruktur.
Wesentliche Anzeichen dafür sind für mich einmal ihre freundliche, warmherzige Art mit ihren sanften und saugenden Augen. Diese haben mich gerade im Anfang der Therapie so gefangen
genommen" daß ich mit meiner Zeitkontrolle in Verwirrung geriet und ca. 20 Minuten die Stunde überzogen habe. Außerdem hat sie die Neigung, sehr leicht und schnell korpulent
zu werden, wobei dann ihre ganz dünnen und schwachen Füße auffallen. Ihr Verhalten ist dadurch gekennzeichnet, daß sie gerne und viel erzählt, sich glücklich fühlt, wenn sie
anderen Geschenke machen kann und "Liebe gibt". Zeitweise bekommt sie Wutdurchbrüche in einem Ausmaß, daß sie die Kontrolle über sich völlig verliert, mir dann z. B.
mit den Schuhen ans Schienbein tritt, mit der Bemerkung, daß sie mich treffen will und nicht den weichen Würfel.
4. Zum Behandlungsverlauf
Eine der ersten Schwierigkeiten bei der Behandlung besteht darin, daß die Klientin immer über ihre
Migräneanfälle spricht und jammert, diese aber schon immer abgeklungen sind, wenn sie in die Therapiesitzung kommt. Trotzdem ist natürlich bioenergetische Arbeit möglich, ihre
Migräneanfälle schweben aber immer wie ein unerreichbares Gespenst im Raum. Ich bekomme keine Möglichkeit, mit der Migräne selbst direkt auf der Körperebene zu arbeiten. Genau
dies war aber ein Grund, weshalb sie mich als bioenergetischen Analytiker aufgesucht hat. Die Migräne selbst läßt sie nach wie vor bei ihrem Arzt behandeln, ich werde frustriert und
ärgerlich, weil sie mir keine reale Chance gibt. Dies ändert sich erst, als ich es problematisiere, mich beschwere und ihr anbiete, mich bei dem nächsten Anfall um einen
zusätzlichen Termin zu bitten. Sollte ich dann Zeit haben, könnten wir versuchen, direkt mit der Migräne zu arbeiten. Diesen Versuch, das Krankheitssymptom aus der
therapeutischen Arbeit auszugrenzen, verstehe ich als einen bedeutungsvollen Widerstand, der vielleicht nicht nur bei Migräne, sondern überhaupt bei psychosomatischen Störungen
auftritt. Die Klientin tut so, als würde sie die Lösung ihrer Leiden anstreben, verhindert aber den Erfolg - aus gutem Grund, wie sich später herausstellen wird.
In der folgenden Zeit kommt die Klientin immer häufiger mit ihrem Anfall in die Sitzung. Zunächst
bearbeite ich die Verkrampfungen der Nacken- und der Kaumuskulatur. Es sind die typischen Blockierungen, die Lowen für Migräneänfälle beschrieben hat, Sehr schnell kommt es zu
heftigen Ausbrüchen von Wut, sehr viel Sehnsucht taucht auf, und am Ende der Sitzung hat sich die Migräne sehr oft aufgelöst. Zu diesen passiven Methoden, die Blockierungen zu
lösen, bin ich übergegangen, weil Schlagen und Kicken die Kopfschmerzen ins Unerträgliche gesteigert haben. Die Klientin hat dann vernünftigerweise vor der Entladung die Übung
abgebrochen. Der Migräneanfall selbst scheint ein Zustand höchster Ladungen und Anspannung zu sein, der nicht noch weiter gesteigert werden muß. Einzig und allein geht es darum,
die Entladung zu fördern, was zunächst mit den passiven Methoden am besten gelingt. Dabei muß man bedenken, daß die Muskelblockierung im bioenergetischen Sinn die gleiche
Funktion hat wie der psychische Widerstand im analytischen Konzept. In jedem Fall stellt er eine Schutzfunktion dar, ist Teil der neurotischen Problemlösungsstrategie und wird
nicht leichten Herzens aufgegeben. Dies bedeutet, daß die direkte Attacke auf den Widerstand im psychischen als auch körperlichen Bereich den Widerstand zunächst eher verstärkt
als löst. Auf den physischen Druck des Therapeuten auf einen bestimmten Muskel reagiert der Klient mit einer massiven Erhöhung der Verspannung. Es kommt zu einem
regelrechten Machtkampf zwischen beiden, den der Therapeut sehr leicht verliert. Der Klient kann in seinem Schutz- und Abwehrkampf in der Regel mehr Energie und Kraft
mobilisieren. Ich habe auf jeden Fall verschiedentlich die Erfahrung gemacht, daß bei solcher Vorgehensweise ich selbst schneller erschöpft bin, als daß sich eine Blockierung
aufweicht. Ich versuche es deshalb auf zwei Wegen: entweder lasse ich den Klienten tief atmen und erhöhe unvermittelt und sehr zügig den Druck solange bis der Klient kurz davor
ist, körperlich zu reagieren und gerade anfängt zu schreien, dann lasse ich den Druck los, damit der Klient sich den aufsteigenden Gefühlen leichter öffnen kann und sich nicht
gegen den Angriff von außen zumachen muß. Dadurch behält der Klient auch die Autonomie darüber, ob er sich dem Gefühl öffnen will oder nicht. Die zweite Möglickeit, mit
den Muskelverspannungen direkt zu arbeiten besteht darin, daß ich die Klientin tief atmen lasse und die blockierte bzw. angespannte Muskelpartie relativ leicht massiere. Die
Entspannung des Muskels wird auf diese Weise leichter möglich, ohne den Widerstand in besonderer Weise zu provozieren.
Nach einiger Zeit gelingt es der Klientin selbst, allein mit der vertieften Atmung und einigen
Körperpositionen die die Öffnung des Körpers unterstützen, die Lösung des Migräneanfalls selbst herbeizuführen. Dies ist ein wichtiger Schritt im therapeutischen Prozeß, denn in
dieser Phase macht die Klientin zwei wichtige Erfahrungen:
1. Die Migräne hat etwas mit Gefühlen in mir zu tun, die mit einfachen
Mitteln zum Ausdruck gebracht werden können.
2. Ich selbst kann lernen, diese Krämpfe zu lösen, ich bin ihnen nicht hilflos ausgeliefert. Ich
kann Herr in meinem eigenen Haus sein oder werden.
Diese Erfahrungen empfinde ich als eine besondere Chance in der Migränebehandlung, denn sie fördert
in erstaunlicher Weise Selbstwertgefühl, die Bewußtheit des eigenen Körpers und seine Lebendigkeit. Inzwischen berichtet die Klientin regelmäßig von ihren erfolgreichen
Versuchen, auch zu Hause selbst und allein Migräneanfälle zu lösen, ihre Entstehungen zu spüren und zu verhindern. Die Verkrampfungen sind nun nicht mehr allein im Kopf- und
Nackenbereich lokalisiert, sie spürt sie oft im Rücken und vom Lenden-Wirbel-Bereich bis in den Nacken aufsteigen. Ihre eigene Arbeit besteht vor allem in tiefen Atmenübungen,
die intensives Weinen zulassen, oder indem sie versucht, sich selbst sexuell zu befriedigen.
Die emotionalen Erlebnisinhalte, die während der Migränebearbeitung auftauchen und verarbeitet
werden können, betreffen ihre Wut und Sehnsuchtsgefühle, gekoppelt mit den entsprechenden Erinnerungen aus der Kindheit. Und dann entdeckt sie eigentlich erstmals in ihrem Leben
ihre Lust und Sexualität.
Immer wieder kommt es aber zu Rückschlägen in der Arbeit, vor allem mit ihren Versuchen der
Selbstbehandlung. Diese Rückschläge entstehen durch ihre Normen und Wertvorstellungen bezüglich Lust und Sexualität. Ihr Selbstbild von der starken, alles kontrollierenden Frau
setzt sich immer wieder durch, z. B. wenn siesagt: "Mit dieser Heulerei muß jetzt Schluß sein!"
Neben der Freude über die wiedergewonnene Lust mischt sich dann aber die Erkenntnis ."daß
es für Liebe, Sexualität und Mann in fester Beziehung ja nun wohl zu spät ist für eine Frau in ihrem Alter". Alle Gefühle kommen wieder unter Kontrolle, die Migräne häuft
sich wieder, auch die Arztbesuche. Vor allem wird der Medikamentenkonsum so gesteigert, daß die Anfälle die Folge der Schmerzmittel sind und ein Entzug nötig wird. Es scheint
typisch zu sein für die Migräne, daß mehrere Anfälle pro Woche ein Zeichen dieses Regelkreises sind, der durch die Medikamente selbst Migräneanfälle provoziert. Ihr Glaube an
psychotherapeutische Hilfe schwindet, sie wird stark depressiv und wütend auf mich., der ihr ihre Wünsche und Sehnsüchte bewußt gemacht.hat. Sie spürt, daß die Abwehr all ihrer
Gefühle nicht mehr so gut funktioniert wie früher. Hilflos ausgeliefert ist sie ihrer Wut, Trauer, Verzweiflung und Lust. Immer wieder verflucht sie den Tag, bei mir Therapie
begonnen zu haben und sehnt sich oft nach der Migräne.
Über diese Rückfälle bin ich zunächst enttäuscht. Ich denke, die Therapie geht bald ihrem
erfolgreichen Ende entgegen, doch nun begreife ich, daß trotz aller Fortschritte auf der körperlichen Ebene und der Bearbeitung vieler lebensgeschichtlicher Erlebnisse die
wesentlichste Arbeit noch bevorsteht. Die Migräne erweist sich nur als genialer Schutz vor dem Leid, der Verzweiflung und Depression, mit der diese Frau leben muß. Wie groß muß
das Elend eines Menschen sein, daß er so fürchterliche Migräneschmerzen als das geringere Übel ansieht und in ihnen Schutz und Zuflucht sucht. Eben diese Schutzfunktion ist es,
die es mir inzwischen auch verständlich macht, daß die medikamentöse Behandlung letztlich nicht effektiv sein kann - denn sie darf nicht effektiv sein. Die Therapie geht nun
weiter, aber fast ist es wie ein Neubeginn, für den auch die notwendige Energie erst gesammelt werden muß - bei mir und auch bei ihr. Die Inhalte der Therapie verändern sich nun stark. Verlassenheit, Gebrauchtwerden, Sinn des Lebens und die Angst, in Depression zu versinken, sind vorherrschend. Allgemein macht es mir keine besonderen Schwierigkeiten, mit depressiven Klienten zu arbeiten. Diese Umstellung aber von einer Phase, mit viel Konfrontation, Ladung und Entladung auf die jetzige mit einem Bruch, der etwas von Scheitern an sich hat, weil ich nicht damit gerechnet hatte, ist zunächst recht schwierig. Also lasse ich mich auf einen Prozeß ein, in dem ihre Verzweiflung, Einsamkeit, Sinnfrage sich ausdrucken und ausbreiten kann. Die Erwartung ist, daß sie ihre Kräfte und Möglichkeiten wiederentdeckt, wenn sie ganz unten auf dem Boden ihrer Trauer angekommen ist. Ich lasse sie atmen, weinen, jammern, nehme all dies wahr, gewähre es und verstärke es. Diese Arbeit ist in der therapeutischen Situation sehr hilfreich. Sie weint, viele Kindheitserfahrungen tauchen auf und Trauerarbeit ist möglich. Sie kann auch zu Hause, auf der Arbeit ihren Schmerz zulassen und bekommt dann auch keine Migräne. Nur: ihre Umwelt, Tochter, Kollegen, Freunde beschweren sich, auch der Arzt diagnostiziert Verschlechterung ihres Zustandes. Früher war sie angenehmer, gelassener. Und so meint sie, der Umwelt zuliebe sich wieder zusammenreißen zu müssen.
Im Verlauf dieser Arbeit bekommt die Depression dann allmählich wieder einen anderen Inhalt. Sie
erzählt z. B. einen Traum mit sexuellem Männerkontakt, der immer wieder verhindert wurde durch ihre Mutter. Sie erwacht aus dem Traum mit Migräne. Sie ärgert sich über den Traum,
weil er sie wieder an ihre sexuellen Sehnsüchte erinnert. Auch findet sie es unnormal, ihre Migräneanfälle mit Selbstbefriedigung zu lösen, und vor allem regt sie sich über eine
Freundin auf, die ihr sagt: "Migräne ist Orgasmus im Kopf". "Sie kann doch nicht immer nur Sexualität im Kopf haben". Ich würde sie immer auf ihren Körper
verweisen, auf ihre Gefühle. "Ihr Bauch will den ganzen Tag Sex. Aber so geht es doch auch nicht, daß der bestimmt". Sie versucht, ihre alten Kontrollmechanismen zu
rechtfertigen. Das neue Bild, das von ihr auftaucht, macht ihr Angst, ekelt sie, läßt sie als Hure erscheinen und doch hat sie solche Sehnsucht danach. Ich denke, solche
Verwirrung zwischen Kopf und Bauch hin- und hergerissen zu sein, ist Grund genug, in tiefe Depression zu verfallen. Ich bin gespannt, wie dieser Kampf ausgeht.
5. Zusammenfassung
Abschließend möchte ich noch einmal die Punkte herausstreichen, die mir bei der Behandlung von
Migräne und vielleicht bei psychosomatischen Krankheiten Oberhaupt wichtig zu sein scheinen:
1. Die Therapie beginnt mit einem Eingangswiderstand. Therapie geschieht nur so als ob. Vorrang
behält die medizinische Behandlung. Eine andere Form des Widerstandes besteht z. B. darin, daß der Klient sehr gerne bei mir eine Therapie machen möchte, sie aber leider nicht
finanzieren kann.
2. Im akuten Migräneanfall ist es nicht günstig, aufladende Techniken anzuwenden. Es geht
ausschließlich um Entspannung und Entladung, erst passiver, dann zunehmend aktiver Art.
3. Der Klient muß die Autonomie über seine Migräneanfälle oder seine Symptome gewinnen. Dies ist
mit den bioenergetischen Übungen sehr gut möglich.
4. So groß das Leiden des Klienten am Symptom auch sein mag, es ist nur der Schutz vor seinem
wirklichen Elend. Das Symptom zu beseitigen, oder seine Wirkung zu sabotieren, ist nur der Anfang der Psychotherapie. Hier liegt eine spezifische Schwierigkeit für die Arbeit mit
bioenergetischen Techniken bei psychosomatischen Patienten. Therapeut und Klient verständigen sich, verbünden sich quasi auf der Körperebene und geraten in eine Falle. Wir
beschäftigen uns mit dem Symptom, dem Widerstand und nicht mit dem Problem und dem Leid des Klienten.
5. Das soziale Umfeld reagiert oft ablehnend gegenüber Veränderungen beim Klienten, wenn diese
Veränderungen nicht ein Mehr an Freude, Funktionieren bedeuten. Das Symptom ist auch ihnen lieber als das adäquate Gefühl, das sich hinter ihm verbirgt.
6. Da das Symptom, hier der Migräneanfall der Klientin, vor ihrem eigenen tiefen Leid und
Problem schützt, kann auch die beste medikamentöse Therapie nicht effektiv werden. Der Körper muß die Wirkung der Medikamente bei Symptomen dieser Art sabotieren.